Der Berliner Grafiker und Cartoonist Klaus Vonderwerth ist am Samstag nach schwerer Krankheit verstorben. Seinen 80. Geburtstag Anfang Februar musste der Zeichner bereits im Krankenhaus verbringen.

Seine Zeichnungen kennen ehemaligen DDR-Bürger u.a. aus der Neuen Berliner Illustrierten (NBI) und von vielen Plattencovern bekannter DDR-Musiker.
Frank Schöbel, Dagmar Frederic, Chris Doerk, die Puhdys – sie alle präsentierten sich mit den Werken von Klaus Vonderwerth. Allein 16 Cover entwarf er für die „Hallo“-Reihe von Amiga.
Zu seinen größten Erfolgen zählten aber die Plattenhüllen, die er für den Komponisten Reinhard Lakomy und dessen „Traumzauberbaum“ zeichnete.


 

 

 

Plakatmotiv zum "Traumzauberbaum" von Klaus Vonderwerth

Unvergessen bleiben vor allem die Cartoons, welche im gleichnamigen Bildband des Eulenspiegel Verlages erschienen sind und die Arbeiten, die dann wöchentlich ab November 1989 die politische Wende in der, dann ganz neuen, NBI begleiteten. 

Der in Berlin geborene Klaus Vonderwerth lernte von 1951-54 den Beruf des Gebrauchswerbers in Berlin-Ost. Von 1955 bis 1959 studierte er an der Meisterschule für Grafik und Buchgestaltung in Berlin-West, besuchte dort die Illustrationsklasse. Danach ist er freischaffend als Grafiker und Buchillustrator im Berlin der ehemaligen DDR tätig.

Er gestaltet Film- und andere Plakate, Plattencover und illustriert Kinderbücher. Plakate und Programmhefte entstanden – beispielsweise für das Kabarett „Distel“ und den „Friedrichstadtpalast“.

Seit 1979 beschäftigt sich Klaus Vonderwerth zunehmend mit satirischer Zeichnung und Druckgrafik. Er als Karikaturist für verschiedene Zeitungen und Magazine tätig.

 

"Hütchenspieler" - Cartoon von Klaus Vonderwerth

Er beteiligt sich an Ausstellungen in Ost- und Westeuropa, Kanada und Japan.
Als Auszeichnungen erhalten Arbeiten von Klaus Vonderwerth u.a. die Silbermedaille beim Internationalen Cartoonfestival 1981 in Skopje (Jugoslawien), den „Goldenen Hut“ auf der Weltcartoonale 1983 in Knokke/Heist (Belgien), den „Goldenen Satyr“ auf der Karikaturenbiennale 1984 in Greiz (DDR), den „Kunstpreis der DDR“ 1885, die Silbermedaille auf der Internationalen Biennale der Karikatur 1987 in Fredrikstad (Norwegen), den „Silbernen Gothaer“ auf der gesamtdeutschen Gothaer Karikade 1997 in München.

Im Jahr 2004 widmete ihm die Landeszentrale für politische Bildung in Potsdam eine Personalausstellung. 

Mit Klaus Vonderwerth geht ein Klassiker der ostdeutschen Karikatur von uns. Die „Cartoonlobby“ trauert um eines seiner Mitglieder und spricht ihr tiefempfundenes Beileid den Angehörigen aus.

Klaus Vonderwerth (Mitte)  im Kreis von Kollegen 2013 zu einer Vernissage im Cartoonmuseum Brandenburg (Foto Birgit Keilbach)

 

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