NEUSTART geht anders! Die Cartoonlobby mit neuer Ausstellung und alten Zielen in Berlin

 Cartoon von Ruth Hebler

Die Cartoonlobby startet ihren Jahresblick auf 2020 und eine vage Vorschau auf 2021 mit der,  inzwischen traditionellen, Vorstellung der besten Karikaturen und Cartoons ihrer Mitglieder in der Kreuzberger MedienGalerie von ver.di.

Auch das sechste Jahr in Folge,  lässt es sich die bundesweite Vereinigung von Protagonisten des kritisch-frechen Zeichenstiftes nicht nehmen, im Januar ihre Arbeit mit einer Ausstellung in Berlin zu beginnen.
In den vorangegangenen Jahren geschah dies auch zusammen mit einem großen Neujahrsempfang für seine Freunde und Partner. 2021 beginnt mit der Fortsetzung des Lock Downs und die Präsentation der Cartoonlobbyisten als analog-digitale Präsentation ihrer Werke in den Schaufenstern der MedienGalerie. Die Ausstellung läuft bis zum 23. April 2021 und damit besteht eine Chance, dass Besucher auch noch die Arbeiten an den Wänden bewundern  können, wenn die Galerien wieder öffnen dürfen. 

Die Themen für eine Rückschau sind gesetzt … Trump, Virologen, Brexit, Corona, Querdenker, Klimawandel, Kanzlerkandidaten,  Kunstfreiheit, Wahlen, RKI, Fehlverhalten, Demokratie, Solidarität, Lock Down, Maskenpflicht, Rücksichtnahme, Heimunterricht, Kultur erhalten, Homeoffice, Schließungen, Kurzarbeit, Flüchtlinge, Impfungen  und viele mehr  … egal, wie wir es betrachten:  „NEUSTART geht anders!“ sagen sich die Cartoonlobbyisten mit Rücksicht auf 2020.

Aber es muss ja weitergehen und vor allem mit Humor und Satire!

Das gilt genauso für das Museumsprojekt der Cartoonlobby in der Hauptstadtregion, das der Verband seit Beginn der alljährlichen Karikaturenschauen in der MedienGalerie mit bewirbt und der interessierten Öffentlichkeit, wie den Medien vorstellt.

In Eigenregie engagiert sich der bundesweite Verband Cartoonlobby  bereits 12 Jahre für die Bewahrung des Kulturerbes aller visuellen Formen von Humor und Satire und deren Anerkennung als gleichberechtigten Bestandteil des Kunstschaffens in Deutschland.

Verwirklicht wurde dieses Anliegen nicht zuletzt durch den Betrieb eines eigenen Museums der Cartoonlobby – dem Cartoonmuseum Brandenburg in Luckau – als Ausgangspunkt der Aktivitäten ab dem  Jahr 2011 und durch die Errichtung einer eigenen Stiftung mit der Sammlung als Vermögen.

Nun steht das gesamte Projekt vor dem Aus. Der kostengeförderte Mietvertrag von zehn Jahren wurde nicht verlängert zum Ende Januar 2021, da der Landkreis Dahme-Spreewald die Räumlichkeiten in Luckau selbst benötigt. Alternativen für einen neuen Standort des Museums auf kommunaler oder Landesebene haben sich bislang nicht ergeben. In Anbetracht der Auswirkungen der Corona-Pandemie, zeichnen sich Lösungen dafür auch nicht ab.

Bei den derzeitigen Bemühungen steht der Betrieb eines neuen Museumsstandortes erst einmal nicht mehr im Vordergrund, denn dafür gibt es momentan wohl kaum Chancen. Es geht darum die Sammlung im Sinne eines "Forschungszentrums für Karikatur und Pressefreiheit" zu lagern, weiterhin im Original wie digital der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und für die Nachwelt zu bewahren.

Mindestens 30 m² Fläche würden dafür benötigt um wenigstens die Sammlung mit den Originalen unterzubringen.  Allerdings müssen die Räumlichkeiten statische Voraussetzungen erfüllen, die nicht in jedem Fall gegeben sind. Denn das Gewicht von Grafikaschränken mit den eingelagerten Papiermengen sollte man nicht unterschätzen. Andere Interessenten - konnten bislang mit ihren Raumangeboten für die Cartoonlobby diese Voraussetzungen noch nicht erfüllen. Die Gespräche und die Suche laufen derweil weiter. Die Zeit wird allerdings jetzt langsam knapp.
Es kommen für das Depot der Sammlung nur Erdgeschossflächen ohne Unterkellerung, Industriebauten, Lagerhallen oder Bibliotheks- wie Archivflächen in Frage, die entsprechende Lasten aufnehmen können. Geeignete Depoträume für Museen und Institutionen werden fast überall gesucht, so dass die Sammlung der Stiftung auch bislang keinen Unterschlupf in anderen Häusern finden konnte.

Eine Lösung  würde sich abzeichnen, wenn die Cartoonlobby-Stiftung mit Betriebsmitteln ausgestattet wäre oder diese als Fördermittel erhalten könnte. Mit 10-20 Tausend € im Jahr wären gegebenenfalls entsprechende Depotflächen anmietbar und die Fortsetzung der Arbeit hätte erst einmal eine sichere Grundlage. Unterstützer und Projektpartner sind dabei immer noch gern gesehen.

Eine Petition des Verbandes vom September fordert von der Kulturpolitik darauf hinzuwirken, dass die gemeinnützige „Stiftung Museen für Humor und Satire“ der Cartoonlobby e.V. mit Mitteln ausgestattet wird, um ihre wichtige Arbeit zur Förderung der Kunstgenre Karikatur und Cartoon und den Erhalt des Kulturerbes fortsetzen zu können. Die Unterzeichner fordern die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und sich dafür einzusetzen, dass die Stiftung in die Lage versetzt wird, einen neuen Sitz in der Hauptstadtregion mit ihrer Sammlung zu beziehen.

Bis Ende Januar sammelte der Bundesverband Cartoonlobby e.V. Unterschriften für diese Petition auf dem Portal www.openpetition.de/cartoonmuseumretten unter dem Slogan „Karikatur + Cartoon = Kunst … Cartoonmuseum für die Hauptstadtregion retten!“.
Nun wurde diese beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht, damit das Anliegen den Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestages erreicht.

Wir glauben, dass es wesentlich mehr Unterstützer für unser Vorhaben gibt, als sich in der Zahl der Unterschriften bei der Einreichung der Petition widerspiegelt. Die Zeiten waren nicht die günstigsten, um mit Vorhaben und Forderungen dieser Art, über die Medien genügend Menschen zu erreichen.

Auch dafür soll die Ausstellung der Mitglieder der Cartoonlobby in der Berliner MedienGalerie werben … damit es zu einem wirklichen NEUSTART auch für die Vorhaben des Verbandes kommt.


NEUSTART geht anders!
Ausstellung der Cartoonlobby mit Rücksicht auf 2020

21. Januar bis 23. April 2021 – MedienGalerie Berlin
Fachgruppe Bildende Kunst, ver.di Berlin-Brandenburg, Fachbereich Medien, Kunst und Industrie
Dudenstraße 10, 10965 Berlin – alles weiter auf www.mediengalerie.org !



 

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